Robin Seestadt

Projekt „Robin Seestadt“, 1220 Wien

Village im Dritten Bf. 12A

Village im Dritten, 1030 Wien ©JAKOBCZINGER Visual

Helix

Projekt „Helix“, Salzburg ©planquadr.at

Ökobilanz und Lebenszykluskosten

Eine Ökobilanzierung, auch bekannt als „Life Cycle Assessment“ (LCA), ist eine normierte Analyse der Umweltwirkungen von Produkten während ihres gesamten Lebensweges (Produktion, Verwendung, Entsorgung).

LCAs werden schon viele Jahre berechnet, bis dato sehr oft als Teil von Gebäudezertifizierungen wie ÖGNI/DGNB, ÖGNB, klimaaktiv oder EU-Taxonomie. Dort sind sie ein fixer und wichtiger Bewertungsparameter.

Als ein Teil des EU Green Deal werden nun Ökobilanzen aufgewertet. Denn neben einer hohen Energieeffizienz von Gebäuden (Ziel: Nullemissionsgebäude in der EU ab 2030 für alle Neubauten, stufenweise Sanierungsverpflichtung für alle Bestandsgebäude) wird jetzt auch den Herstellungsenergien der Baustoffe („Graue Energie“) eine viel größere Aufmerksamkeit geschenkt. Ab 2028 müssen alle Neubauten mit mehr als 1.000 m² Nutzfläche ökobilanziert werden, ab 2030 dann alle neuen Gebäude. Gleichzeitig wird auch ein Digitaler Produktpass (DPP) eingeführt, der u. a. auch Nachhaltigkeitsinformationen wie Ökobilanzdaten enthält. Und damit schließt sich der Kreis. Damit werden Produkt-Ökobilanzen auf EPD-Basis auch zu einer besseren Vergleichbarkeit von technisch gleichwertigen Bauprodukten führen und gleichzeitig den dringend erforderlichen Innovations- und Nachfrageimpuls für nachhaltigere, CO2-optimierte Produkte auslösen.

Die Berechnung der Lebenszykluskosten bzw. Life-Cycle-Costing (LCC) ist eine Kostenmanagement-Methode, die die Gebäudekosten von der Planung über die Errichtung bis zur jahrzehntelangen Nutzungsphase und dem Rückbau berücksichtigt. Diese Lebenszykluskostenberechnung sind für alle relevanten Gebäudezertifizierungen verpflichtend zu berechnen.

bauXund berechnet Ökobilanzen und Lebenszykluskosten seit vielen Jahren, dank der oben angeführten Impulse des EU Green Deal nun auch verstärkt bei Projektentwicklungen etwa im Zuge von Generalplanungswettbewerben.