



















11 bauliche idente Wohngebäude bilden einen Anger, einen gemeinsamen „Dorfplatz“ für alle Bewohner:innen.
Wohnhaus mit Keller,- Erd- und Obergeschoß mit vier 2-Zimmer Wohnungen und 2 Gang-WCs pro Etage.
Das Bestandsgebäude wird über eine Holzstiege erschlossen.
Gang-WCs als Sanitärsstandard der etwa 100 Jahre alten Bestandsgebäude.
Die ungedämmten Bestandswohnungen hatten augenscheinlich Mängel….
... und standen teilweise schon lange leer.
Manchmal wurden sie auch von Sprayern besucht.
Ab und zu findet man nachträglich eingebaute Bäder.
Schadstofferkundung der Wohnungsausstattung mit Probenahmen und Analysen als Basis für den Rückbau…
... auch unter neue(re)n Belägen kann noch ein alter, schadstoffhaltiger liegen…
... wie hier unter Parkett ein (gelber) PVC-Belag liegt.
Auch die Schlacken im Bodenaufbau können schadstoffhaltig sein und müssen daher bewertet werden…
Störstoffe wie Bodenbeläge, Türen, Sanitärkeramik u.v.m. werden ebenfalls entfernt.
Deckenkonstruktionen, Heizkörper, Fenster etc. werden rückgebaut...
… und sortenrein Holz gesammelt...
… Metall wird ebenfalls sortenrein gesammelt…
… und alte schadstoffhaltige PVC-Beläge kommen in Big Bags.
Dachträger werden unzerstört ausgebaut…
Alte PVC-Fenster werden sortenrein für das Recycling gesammelt…
Und damit wird aus den 100 Jahre alten Angerhäusern Schritt für Schritt ein neuer Platz zum Wohnen.
Sanierung Sintstraße
Die Schad- und Störstofferkundung wurde 2016 gesetzlich mit der Recycling Baustoff Verordnung verankert. Mittlerweile, fast 10 Jahre später, ist sie in der Mitte der Bauwirtschaft angekommen und wird (oft) umgesetzt. Der Mehrwert ist klar: Nur mit Abtrennung von Schad- und Störstoffen vor Abbruch oder Rückbau kann Kreislaufwirtschaft funktionieren.
Doch die Schadstofferkundung kann noch einen zweiten Mehrwert haben. Vor Ankauf eines Bestandsobjekts eine Schadstoffbegehung zur Erhebung der verbauten Schadstoffe durchführen und damit der Abschätzung der dadurch entstehenden Rückbau- und Entsorgungskosten. So wie es bei Altlasten im Boden seit vielen Jahren üblich ist. So gibt es später keine bösen finanziellen Überraschungen wegen Mehrkosten durch den Rückbau und die Entsorgung von Asbest, Teer/PAK, Holzschutzmittel/Biozide, FCKW, Mineralwolle/KMF, PVC & Co. im Bestandsobjekt.
Diesen vorausschauenden Weg hat die Strabag Real Estate beim Ankauf der etwa 100 Jahren alten Wohngebäude in der Linzer Sintstraße vorbildlich bereits 2019 gewählt. bauXund durfte den Bauträger sowohl bei der Erhebung und Mehrkostenabschätzung durch Gebäudeschadstoffe vor Ankauf als auch später bei der umfassenden Schad- und Störstofferkundung unterstützen. Und durch eine Schadstoff-Rückbaubegleitung den vor der Sanierung erfolgten Schadstoff-Rückbau begleiten. Und heute sind die Bestandsobjekte schadstofffrei und es entsteht derzeit in den alten Mauern neuer Wohnraum...
