bauXund Rückblick 2025

Praterateliers Südpavillon

Jahresrückblick 2025

2025 unterstützte bauXund Projektentwicklungen in sechs Bundesländern. Dies waren Neubau- und Sanierungsprojekte von unterschiedlichen Nutzungstypen wie Wohnen, Büro, Hotel, Logistik, Bildung, Handel und Sport. Das gesamte bauXund-Leistungsportfolio von Gebäudeaudits, EU-Taxonomie, Schadstofferkundung, Bauökologie, Ökobilanzierung, Klimarisikoanalyse usw. wurde projektspezifisch umgesetzt.

Wir danken unseren Auftraggeberinnen wie etwa BIG, ARE, BM Kunst und Kultur, Stadt Wien, Wiener Wohnen, AK NÖ, AK Steiermark, KIBB, Soravia, Strabag Real Estate, Mischek, Kallinger, Rhomberg, Gesiba, Arwag, EBG, ÖSW, Familienwohnbau, Heimat Österreich und gswb.

Wir freuen uns auf eine Fortsetzung der guten Zusammenarbeit 2026.

Urkundenüberreichung „ÖGNB Gold“

© ÖGNB - Auszeichnungsveranstaltung am 6.11.2025

ROBIN in der Seestadt

© Patricia Bagienski-Grandits

ROBIN in der Seestadt

© Patricia Bagienski-Grandits

Goldiger ROBIN in der Seestadt

In der Seestadt Aspern auf Bauplatz J11 errichtet der Projektentwickler SoReal GmbH das Ensemble ROBIN Seestadt, bestehend aus drei Objekten, zwei Büro- und einem Bildungsgebäude.

bauXund hat die Zertifizierung (ÖGNB, EU-Taxonomie) und alle dafür erforderlichen Fachplanungsleistungen wie Bauökologie, Ökobilanzierung, Rückbaukonzept, Klimarisikoanalyse etc. durchgeführt. Im November 2025 wurden die Zertifizierungen erfolgreich abgeschlossen und die Urkunden übergeben.

„Wir freuen uns, dass wir für alle drei Objekte die höchste Auszeichnungsstufe „ÖGNB Gold“ erreicht haben,“ sagt bauXund Auditor Michael Kopp MSc. „Weiters erfüllen alle drei Objekte auch die anspruchsvollen Kriterien der EU-Taxonomie Verordnung. Das zeigt den außergewöhnlich hohen Nachhaltigkeitsstandard dieser drei Objekte,“ schließt Kopp.

Das nachhaltige Baukonzept ROBIN ist unter der Führung von Soravia und in Kooperation mit dem Architekturbüro Baumschlager Eberle entstanden. Ein ROBIN Gebäude kommt ohne klassische Heizung, Lüftung und Kühlung aus und kann ganzjährig 22–26 °C sicherstellen. Mithilfe modernster Sensorik und der Gebäudesteuerung werden die relative Luftfeuchtigkeit, die Temperatur sowie der CO2-Gehalt in den Räumen stetig erfasst und Lüftungsklappen bei den Fenstern automatisch nach Bedarf geöffnet. Weiters dient eine Betonkernaktivierung, welche in die Gebäudesteuerung eingebunden ist, zur Temperaturregulierung der Gebäudemassen und Spitzenabdeckung.

Haus A:

Der Neubau umfasst ein 6-geschossiges Bürogebäude mit rund 5.660 m² BGF. Die ÖGNB-Bewertung „Gold“ wurde mit 925 Punkten erreicht.

Haus B:

Der Neubau umfasst ein 6-geschossiges Bürogebäude mit rund 4.570 m² BGF. Die ÖGNB-Bewertung „Gold“ wurde mit 917 Punkten erreicht.

Haus C:

Der Neubau umfasst ein 5-geschossiges Bildungsgebäude mit rund 3.220 m² BGF. Seit dem Wintersemester 2024/25 befinden sich bis zu 750 Studierende, Lehrende und Forschende im Gebäude. Die ÖGNB-Bewertung „Gold“ wurde mit 941 Punkten erreicht.

Urkunde ÖGNB Bewertung Haus A (pdf)

Urkunde ÖGNB Bewertung Haus B (pdf)

Urkunde ÖGNB Bewertung Haus C (pdf)

Energieautarke Sport Arena Wien

© Strabag

Energieautarke Sport Arena Wien

© Strabag

Energieautarke Sport Arena Wien

© Strabag

Energieautarke Sport Arena Wien

© Strabag

Energieautarke Sport Arena Wien

© Strabag

Energieautarke Sport Arena Wien

Am 6. September 2025 wurde die neue Sport Arena Wien mit einem großen Fest offiziell eröffnet. Sie ist eine multifunktionelle Sporthalle mit drei unabhängig bespiel- und begehbaren Einheiten, auf verschiedenen Ebenen. Die Anlage dient als Trainings- und Veranstaltungsstätte und kann auch für internationale Spiele genutzt werden.

„Es ist die erste Sporthalle dieser Größenordnung in Österreich und wird nach anspruchsvollen Vorgaben hinsichtlich Nachhaltigkeit und Klimaschutz realisiert. Das Gebäude erreicht den Zertifizierungsstandard "klimaaktiv Gold", freut sich bauXund-Projektleiter Dipl.-Ing. Lukas Wukits. „Wir haben bei allen eingesetzten Baustoffen deren bauökologische Qualität nach ÖkoKauf Wien Kriterien geprüft und den Generalunternehmer ARGE Granit-Strabag bei der Erfüllung der klimaaktiv Gold Kriterien unterstützt.“

Die an der Stelle des Dusika Radstadions neben den Ernst-Happel-Stadium errichtete Halle, geplant von Architektur Karl und Bremhorst Architekten ZT GmbH, hat beeindruckende Dimensionen: Die drei Hallen haben 13.000 m² Sportflächen für Leichtathletik Ballsport, Turnen, Kraft- und Kampfsport und Multifunktionsräume für Yoga, Cheerleading, Kinderturnen und Gesundheitssport. Durch die in Ebenen angeordneten Sportbereiche konnte bei gleichzeitiger Reduktion der versiegelten Fläche eine Verdreifachung der Sportnutzfläche gegenüber dem früheren Dusika-Stadium erreicht werden.

Das Gebäude wird vollständig mit erneuerbaren Energien betrieben. Die Temperaturregelung, sowohl Heizung als auch Kühlung, erfolgt durch ein innovatives System aus Geothermie, Wärmepumpen und Bauteilaktivierung. Die benötigte Energie stammt von der eigenen Photovoltaikanlage. Durch die direkte Anbindung an die U-Bahn-Linie U2 (Station „Stadion“) und weitere öffentliche Verkehrsmittel ist die Sport Arena Wien sehr gut öffentlich erreichbar.

„Wir von bauXund freuen uns bei diesem Leuchtturmprojekt der Sport Arena Wien bei Bauökologie und klimaaktiv Gold Audit mitgewirkt zu haben,“ schließt bauXund-Geschäftsführer Dr. Thomas Belazzi.

Quartier „An der Schanze“

© by expressiv.at

Quartier „An der Schanze“

© by expressiv.at

Quartier „An der Schanze“

© by expressiv.at

Quartier „An der Schanze“

Der wohnfonds_wien führte für das Quartier „An der Schanze“ im 21. Wiener Gemeindebezirk einen zweistufigen Bauträgerwettbewerb durch. Dabei stand die Konzeption eines dynamischen Stadtteils auf einem 71.400 m² großen Areal mit neun Bauplätzen im Vordergrund. Das Projekt gehört zum Stadtentwicklungsgebiet Donaufeld, etwa 1.500 Wohneinheiten sollen errichtet werden. Die Fertigstellung ist für 2026/2027 geplant.

bauXund hat in diesem Quartier von sieben gemeinnützigen Bauträgern auf sechs Bauplätzen Aufträge für die bauökologische Begleitung (Produkt- und Chemikalienmanagement) erhalten. Diese Bauträger sind Arwag, Aufbau, EBG, Familienwohnbau, Neue Heimat, Schwarzatal und die SG Altmannsdorf-Hetzendorf. Insgesamt errichten diese knapp 1.200 Wohneinheiten. Zusätzlich koordiniert bauXund für Familienwohnbau und die SG Altmannsdorf-Hetzendorf für deren Projekte mit in Summe etwa 550 Wohneinheiten jeweils klimaaktiv Audits mit dem Zertifizierungsziel „Silber“.

„bauXund führt seit 25 Jahren mit dem von uns entwickelten Produkt- und Chemikalienmanagement bauökologische Begleitungen zur Sicherstellung einer guten Raumluftqualität im Wiener Wohnbau durch,“ sagt bauXund Geschäftsführer Dr. Thomas Belazzi. „Für 1.200 Wohneinheiten von sieben Bauträgern zeitgleich in einem Quartier die bauökologischen Qualitäten zu prüfen, ist auch für uns etwas Besonderes. Diese Dimension ist ein großer Vertrauensbeweis und freut uns besonders.“

Parkhotel Hirschwang

Ansicht Parkhotel

Parkhotel Hirschwang

Terrassen-Ausblick

Sanierung Parkhotel Hirschwang

2023 begann die Planung für die Sanierung und Erweiterung des Parkhotel Hirschwang in Reichenau (NÖ). Zentrale ökologische Ziele sind insbesondere eine Verbesserung der thermischen Gebäudehülle, die Dekarbonisierung des Heiz- und Warmwasser-Energiebedarfs, die Eigenerzeugung von elektrischer Energie durch Photovoltaik durch die Nutzung der Dach- und Parkplatzflächen und die Anpassung an den Klimawandel. Das Sanierungs- und Erweiterungsprojekt soll nach den neuen ÖGNB-Kriterien mit dem Ziel „Gold“ zertifiziert werden, weiters sollen die Kriterien der EU-Taxonomie Verordnung erfüllt werden. Die Generalplanung erfolgt durch Maurer & Partner Architekten.

Die Geschichte des Parkhotel Hirschwang, das direkt am Fuße der Rax gelegen ist, startete mit dem Neubau eines Erholungsheims durch die Arbeiterkammer Niederösterreich im Jahr 1978. Das Gebäude wurde in den folgenden Jahrzehnten immer wieder erweitert bzw. modernisiert, heute hat es etwa 6.100 m² NGF. Neben dem Hotelbetrieb umfasst das Angebot des Parkhotels auch ein Restaurant und Café und einen Seminarbereich.

„bauXund wird das Projekt über die gesamte Planungs- und Bauphase begleiten,“ sagt bauXund-Geschäftsführer Dr. Thomas Belazzi. „Wir haben die Schad- und Störstofferkundung am Beginn der Planungsphase durchgeführt, damit eventuell verbaute Schadstoffe lokalisiert und in der Planung und Ausschreibung berücksichtigt werden können. Derzeit koordinieren wir planungsbegleitend das Audit.“

„Mit dem ÖGNB-Gebäudeaudit, nach den neuen 2024 veröffentlichten Kriterien der Österreichischen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen, können gleichzeitig auch alle Kriterien der EU-Taxonomie-Verordnung geprüft werden und so diese beiden Audits gleichzeitig von bauXund für den Bauherrn umgesetzt werden,“ stellt bauXund-Auditor Mag. Lukas Wukits fest.

Möllersdorf

Möllersdorf

Möllersdorf

Neues Leben in alte Fabrik

Der Projektentwickler Kallinger Projekte ist Eigentümer einer Liegenschaft im Stadtteil Möllersdorf im Nordosten von Traiskirchen. Diese beherbergt auf 23.000 m² Arealfläche eine Reihe von Industriebauten, welche derzeit nur mehr teilweise genutzt werden. Das Areal soll nun unter dem Projekttitel „Werk Möllersdorf“ in den nächsten Jahren in ein modernes, lebendiges und klimafittes Quartier mit breitem Nutzungsmix transformiert werden. Zwei gestalterisch anspruchsvolle Hallen bleiben erhalten. Die übrige Bebauung wird durch teils aufgestockte, teils durch neu errichtete Gebäude ersetzt bzw. ergänzt.

bauXund ist mit der Schad- und Störstofferkundung von insgesamt neun unterschiedlich großen Hallen mit mehr als 9.000 m² Bruttogeschoßfläche auf der Liegenschaft beauftragt, die zwischen 1919 und 1970 errichtet wurden. Aufgrund dieser großen Zeitspanne wurden die Hallen in sehr unterschiedlichen Bausystemen und damit auch mit verschiedensten Baustoffen errichtet. Damit ergibt sich eine spannende Erkundungsaufgabenstellung.

„Für jede Projektentwicklung ist es wichtig, frühzeitig die Schadstoffbelastung der Bestandsgebäude genau zu kennen,“ stellt bauXund-Geschäftsführer Dr. Thomas Belazzi fest. „Denn nur so können die dadurch eventuell entstehenden Mehrkosten für den Schadstoffrückbau errechnet und budgetiert werden. Gleichzeitig bekommt der Projektentwickler wertvolle Informationen über die in den Objekten verbauten Baustoffe und kann deren Weiterverwendungs- und Recyclingpotenzial abschätzen und in der Planung berücksichtigen,“ schließt Belazzi.

Der Standort des Projekts „Werk Möllersdorf“ hat eine mehr als 150-jährige Industriegeschichte. Diese begann mit einer Papierfabrik in der 2.Hälfte des 19.Jahrhunderts. Ab 1907 waren dort verschiedene Metallfabriken beheimatet, der letzte Produktionsbetrieb schloss 1999. Derzeit werden die Hallen teilweise als Lager, als Privatmuseum und von Einzelbetrieben genutzt.

Praterateliers Südpavillon

Praterateliers Südpavillon

Praterateliers Nordpavillon

Praterateliers Nordpavillon

Praterateliers Südpavillon (Detailansicht)

Detailansicht Praterateliers Südpavillon

Praterateliers reloaded

Die Praterateliers sind ein Vielen nicht bekanntes architektonisches Juwel zwischen Ernst-Happel-Stadion und Krieau, umgeben von einem Park mit mächtigem Baumbestand. Die zwei Objekte im Besitz der Republik, der Nord- und der Südpavillon, sind die beiden letzten erhaltenen Gebäude der monumentalen Anlage, die anlässlich der Weltausstellung 1873 errichtet worden sind. In den beiden Objekten mit einer Gesamtnutzfläche von 3.500 Quadratmetern sind derzeit insgesamt 23 Ateliers von Künstlerinnen und Künstlern untergebracht. Ursprünglich nur für die sechs Monate der Weltausstellung errichtet, werden die Pavillons nun bereits seit mehr als 150 Jahren genutzt.

Nun werden beide historische Objekte generalsaniert. Generalplaner ist das Atelier Architekt Palme aus Wien. Zentrale ökologische Ziele sind eine deutliche Steigerung der aktuellen Energieeffizienz und die Decarbonisierung der Raumwärme durch eine Wärmepumpe. Weiters wird die Barrierefreiheit sichergestellt und eine PV-Anlage am Nordpavillon errichtet.

„Die Praterateliers sind eine Brücke zwischen dem 19. und dem 21. Jahrhundert. Es ist für uns eine ganz besondere Aufgabe, an deren Sanierung mitzuwirken,“ freut sich bauXund Geschäftsführer Dr. Thomas Belazzi. „Wir koordinieren das klimaaktiv Audit, die Nachweisführung für die Kriterienerfüllung der EU-Taxonomie Verordnung und die Umsetzung aller bauökologischen Vorgaben,“ beschreibt Belazzi das bauXund-Leistungsbild.

Das Sanierungsprojekt wird mit Fördermitteln aus dem EU-Programm NextGenerationEU kofinanziert, für deren Auszahlung der Nachweis der Taxonomie-Konformität erforderlich ist.

Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten sollen die Praterateliers neben der bisherigen Nutzung als längerfristige Förderateliers in Zukunft auch als Proberäume und Projektateliers für junge Künstlerinnen und Künstler oder künstlerische Gruppen aus dem In- und Ausland verwendet werden. Ein Multifunktionssaal wird als Spielort für Performances, Vorträge u. ä. eingerichtet. Der Baustart war Anfang November 2023, die Fertigstellung ist für Anfang 2025 geplant.

Generalsanierung Gartenpalais Schönborn

Generalsanierung Gartenpalais Schönborn

Generalsanierung Gartenpalais Schönborn

Generalsanierung Gartenpalais Schönborn

Generalsanierung Gartenpalais Schönborn

Generalsanierung Gartenpalais Schönborn

bauXund ist derzeit an einem ganz besonderen Projekt beteiligt. Das "Volkskundemuseum Wien" im Gartenpalais Schönborn im 8. Wiener Gemeindebezirk wird generalsaniert. Die zu sanierende Nettoraumfläche umfasst 4300 m². bauXund ist mit der Schad- und Störstofferkundung und dem Nachweis der Konformität der EU-Taxonomie-Kriterien, einschließlich aller Fachplanungsleistungen wie Klimarisikoanalyse, Bauökologie, Rückbaukonzept usw. beauftragt.

„Das Gartenpalais Schönborn ist für bauXund ein besonderes Gebäude, denn es ist mit mehr als 300 Jahren das älteste Gebäude, zu dessen Sanierung wir beitragen dürfen,“ stellt EU-Taxonomie Auditor Dr. Edwin Harrer von bauXund fest. „Durch verpflichtende Umsetzung der EU-Taxonomie-Kriterien als Fördervoraussetzung wird dieses wunderbare Palais für sein viertes Nutzungsjahrhundert zu einem modernen Kulturmuseum klimafit generalsaniert,“ freut sich Harrer.

Das Sanierungsprojekt entspricht der Baukulturellen Leitlinie des Bundes 18 "Öffentliche Mittel für das Bauen und Erneuern an Qualitätskriterien binden" und den baukulturellen Leitsätzen der Stadt Wien. Das Museum, welches seit dem Jahr 1917 im Gartenpalais Schönborn eingemietet ist, soll dabei von einem volkskundlich-ethnographischen hin zu einem modernen und international neuartigen Gesellschafts- und Kulturmuseum des 21. Jahrhunderts entwickelt werden. Durch die Verbesserung der Energieeffizienz des Gebäudes soll das Volkskundemuseum Wien auch zu einem überregionalen Beispiel für Sanierung anderer historischer und denkmalgeschützter Gebäude werden.

Die wesentlichen Sanierungsmaßnahmen sind Denkmalschutzaufgaben (u.a. Gebäudemauern, Dach), TGA und Brandschutz werden auf den Stand der Technik gebracht. Ökologisch erfolgt eine wesentliche Verbesserung der thermischen Gebäudehülle, der Umstieg auf ein fossilfreies Energiesystem (Wärmepumpe statt Gas), die Berücksichtigung der Klimarisiken für Liegenschaft und Gebäude in der Planung (zB Überhitzung im Dachgeschoss, Eindringen von Oberflächenwasser bei Starkregen etc.), die Schadstoffentfrachtung zu Sanierungsbeginn und die Umsetzung aller Taxonomie-Kriterien wie Wassereffizienz und Schadstoffausschluss bei Baustoffen.

Dieses historische Gebäude stammt in seiner heutigen Form zum Großteil aus dem 18. Jahrhundert, mit Zubauten aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Aufbauend auf ältere Bausubstanz wurde zwischen 1706 und 1715 entlang der Laudongasse ein barockes Palais im Bautypus des Gartenpalais errichtet. Das Gebäude verfügt über eine reich gegliederte Putzfassade mit Natursteinsockel, Holzkastenfenster und Holzportale. Die Dächer sind überwiegend mit Wiener Taschen Ziegeln gedeckt bzw. verfügen über eine Eindeckung aus Stahlblech. Seit 1917 befindet sich im Palais das Volkskundemuseum. Benannt ist das Gebäude nach seinem Bauherrn, k. und k. Reichsvizekanzler Friedrich Karl Graf Schönborn, der das Gartenpalais als Lustschloss errichten ließ. Im Auftrag der heutigen Gebäudenutzerin, dem Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport, wird es nun zukunftsfit gemacht.

„Die Generalsanierung des Volkskundemuseums ist ein Leuchtturmprojekt, dass auf vorbildliche Weise Nachhaltigkeit mit der Modernisierung des Museumskonzept verbindet,“ stellt bauXund-Geschäftsführer Dr. Thomas Belazzi. „Die verpflichtende Umsetzung der EU-Taxonomie-Kriterien als Förderverpflichtung zum Nachweis der Nachhaltigkeit der Sanierung ist eine zukunftweisende Vorgangsweise.“

Übergabe Urkunde durch BM Gewessler

Übergabe Urkunde durch BM Gewessler © Ben Leitner

Staatspreise-Architektur und Nachhaltigkeit

Gala / © Ben Leitner

Quartier am Seebogen

Gemeindebau Neu / © Martin Kerschbaumer

Staatspreise-Architektur und Nachhaltigkeit überreicht

bauXund-Projekt mit „Nominierung“ ausgezeichnet

Für ihre außergewöhnlichen Leistungen im Bereich des nachhaltigen Bauens und Sanierens wurden am 25.6.2024 10 Projekte aus ganz Österreich für den Staatspreis Architektur und Nachhaltigkeit nominiert. Das von bauXund als Auditorin und Bauökologin begleitetes Wohnprojekt „Gemeindebau Neu“ des Bauträgers Wigeba in der Seestadt Aspern ist eines der nominierten Projekte.

Die Architektur des „Gemeindebau Neu“ stammt von WUP architektur, die Fachplanungsleistungen von K2 Bauphysik, die Gebäudetechnik von Kainer GmbH und die Statik von ghp gmeiner haferl & partner zt, rajek barosch waren die Landschaftsarchitekten.

„Wir freuen uns Teil dieses außergewöhnlichen Wohnbauprojektteams gewesen zu sein. Dass ein geförderter Wohnbau für den Staatspreis nominiert wird, ist eine außergewöhnliche Leistung,“ sagt bauXund Geschäftsführer Dr. Thomas Belazzi. „Nachdem wir 2013 gleich bei zwei mit dem Staatspreis-ausgezeichneten Projekten im Planungsteam waren, ist dieses Projekt bereits unsere dritte Nominierung,“ stellt Belazzi erfreut fest.

Das Wohnprojekt „Gemeindebau Neu“ in der Wiener Seestadt Aspern zeichnet sich durch eine hohe soziale und ökonomische Nachhaltigkeit aus: Hinter der Fassade mit ihren französischen Fenstern, die in Anlehnung an die historischen Bauten des Roten Wien in pastelligen Tönen gestrichen ist, verbirgt sich eine Struktur mit offenen Wohnungsrundrissen und flexibel abtrennbaren Raumzonen etwa zum Arbeiten im Home-Office. Getrennte elektrische Schaltkreise in den Zimmern ermöglichen es, dass die Mieter:innen die Räume bei Bedarf mit Vorhängen oder Schrankwänden unterteilen und unabhängig voneinander nutzen können. Ein Drittel der insgesamt 74 Wohnungen ist sogar mit raumhohen Schiebewänden ausgestattet. Beim von bauXund koordinierten ÖGNB-Audit wurden 814 Punkte erreicht.

Last but not least: Klimaschutzministerin Leonore Gewessler zeichnete drei herausragende Projekte mit dem Staatspreis Architektur und Nachhaltigkeit 2024 aus. Prämiert wurden die Sanierung und Erweiterung des Wien Museums, die Sanierung und Aufstockung der Wohnhausanlage Wir InHAUSer in der Stadt Salzburg und die Revitalisierung der Altstadt Hohenems in Vorarlberg.

Projekt-Video „Gemeindebau Neu“

Urkunde Staatspreis Nominierung (pdf)

Urkunde: ÖGNB-Audit (pdf)

Foto 1, Urkundenübergabe Klimaschutzministerin Leonore Gewessler
Hajek Barosch
Oliver Barosch
Thomas Belazzi
Andreas Gabriel
Juryvorsitzender Matthias Hein
Martin Kerschbaumer
Raphaela Leu
Johannes Pritz
Patrick Ritter
Robert Strehn
Bernhard Weinberger