Alle Beiträge von Angela Slama

Video stellt BauKarussell, den Erfinder des Social Urban Mining Konzepts, vor

Video stellt BauKarussell, den Erfinder des Social Urban Mining Konzepts, vor

BauKarussell verbindet die Kreislaufwirtschaft am Bau (Urban Mining) mit dem sozialen Aspekt durch die Zusammenarbeit mit sozialwirtschaftlichen Partnern und integriert so gleichzeitig arbeitsmarktpolitische Aspekte. Erwirtschaftete Erlöse aus dem Verkauf von gewonnenen Wertstoffen und Re-Use Produkten fließen zurück in die Sozialwirtschaft, um Beschäftigung sowie Aus- und Weiterbildung zu finanzieren.

bauXund arbeitet mit BauKarussell seit deren Gründung vor etwa 10 Jahren zusammen und als BauKarussell vor etwa zwei Jahren als Gesellschaftsform die Genossenschaft wählte, war es für bauXund selbstverständlich als Genosse mit an Bord zu kommen.

Denn die Immobilienwirtschaft braucht neue Wertschöpfungsmodelle, in denen der Wert der Gebäude und ihre Bestandteile wieder geschätzt werden und möglichst lange eine Funktion erfüllen. Wir sind der Meinung, dass die Rückbauphase zu einem integralen Bestandteil der Gesamtplanung gemacht werden muss. Dieses Aktivität mit den sozialen, arbeitsmarktpolitischen zu verbinden ist die USP von BauKarussell. Mehr zu BauKarussell im Video

Klimaaktives Wienzeile-Projekt

Klimaaktives Wienzeile-Projekt

Klimaaktives Wienzeile-Projekt

Rendering Wohnprojekt © A2K Architekten ZT GmbH

Wohnprojekt, Stand November 2025

Wohnprojekt, Stand November 2025

Klimaaktives Wienzeile-Projekt

Die Austrian Real Estate (ARE) errichtet unter der Adresse Linke Wienzeile 216 im 15. Wiener Gemeindebezirk ein Wohnprojekt und schließt damit eine leerstehende Baulücke. Das Gebäude besteht aus einem Baukörper mit 8 oberirdischen Geschoßen und hat etwa 5.500 m² BGF. Es umfasst 73 Einheiten: 54 Wohnungen, 18 Serviced Apartments und eine Büroeinheit im Erdgeschoß. Der Baubeginn war im Oktober 2024. Zertifizierungsziel ist klimaaktiv Silber. bauXund ist mit dem Audit und den Fachplanungsleistungen beauftragt.

„Wir freuen uns die ARE erstmals bei einem Zertifizierungsprojekt unterstützen zu können,“ sagte bauXund-Auditor DI Lukas Wukits. „Das Projekt hat einen attraktiven Nutzungsmix. Mit seiner CO2-neutralen Energieversorgung durch Wärmepumpe mit Tiefenbohrungen und einer PV-Anlage am Dach hat es eine zeitgemäße Energieversorgung. In Kombination mit weiteren positiven Eigenschaften – wie der hohen thermischen Flexibilität im Sommer wie im Winter – strebt der Bauherr ARE Gebäude eine Auszeichnung nach klimaaktiv Silber an“, erklärt Wukits.

bauXund ist neben der Audit-Koordination mit einer Reihe von Fachplanungsleistungen wie Bauökologie (Produkt- und Chemikalienmanagement), Ökobilanzierung, Lebenszyklusberechnungen sowie Raumluftmessungen beauftragt.

Das Haus verfügt über ein innenliegendes Atrium sowie einen Innenhof, den man über das Foyer im Erdgeschoß erreicht. Dieser hat u.a. einen Kleinkinderspielplatz. Das Projekt wird im Frühjahr 2026 fertiggestellt.

EPBD und CPR: Kinder des Green Deal

Fahnen

EU Green Deal kommt im Bauwesen an.

Kräne auf Baustelle

Decarbonisierungpfad für den Neubau.

Gebäuderenovierungsplan für Bestandsgebäude

Gebäuderenovierungsplan für Bestandsgebäude.

Solaranlagen

Solaranlagenpflicht für den Neubau.

EPBD und CPR: Kinder des Green Deal

Bei der Umsetzung des Green Deal entstanden viele neue gesetzliche Regelungen insbesondere mit finanz-, bau- und energietechnischen Themen, eine der bekanntesten ist die EU-Taxonomie-Verordnung. Aber zumindest zwei weitere werden die Bau- und Immobilienwirtschaft in der EU in den nächsten Jahren und Jahrzehnten ebenfalls deutlich prägen:

  • Die EU-Gebäude-Richtlinie (EPBD -Energy Performance of Buildings Directive; (EU) 2024/1275) und
  • die Bauprodukte-Verordnung (CPR – Construction Products Regulation; (EU) 2024/3110).

 

1) Die neue EU-Gebäuderichtlinie muss bis Mai 2026 über die Aktualisierung der OIB-Richtlinie 6 (veröffentlicht September 2025) und die erstmalige Erstellung der OIB-Richtlinie 7 (2026) in nationales Recht übergeführt werden. Die EPBD schreibt „Nullemissionsgebäude“ und anspruchsvolle Sanierungsziele vor. Sie legt Fokus auf Energieeffizienz, Decarbonisierung, Digitalisierung sowie Integration erneuerbarer Energien und führt den Digitalen Gebäudepass für Energie- und Nachhaltigkeitskennwerte ein.

„Nullemissionsgebäude“: Haben sehr hohe Gesamtenergieeffizienz, keine CO2-Emissionen aus fossilem Energieverbrauch am Standort, keine/sehr geringe betriebsbedingte Treibhausgas-Emissionen.

Das übergeordnete Ziel ist Klimaneutralität bis 2050. Zentrale Elemente des Umsetzungsplans:

  • 2030: Alle neuen Gebäude müssen „Nullemissionsgebäude“ sein.
  • Stufenweise Transformation bestehender Gebäude in „Nullemissionsgebäude“ bis 2050.
  • 2030: Mindesteffizienzstandards (MEFS) für Bestandsgebäude, stufenweise Verschärfung auf Basis von Sanierungsverpflichtungen. Basis: Nationaler Gebäuderenovierungsplan.
  • Ab 2028: Ökobilanzierung für alle neuen Gebäude ab 1.000 m² Nutzfläche.
  • Ab 2030: Ökobilanzierung für alle neuen Gebäude.
  • Weiters: Vorgaben für Solaranlagen („Solargebot“), Gebäudetechnik, Energiemonitoring, E-Mobilität etc.

 

2) Die neue Bauprodukteverordnung (EU) 2024/3110 wurde am 18. Dezember 2024 im EU-Amtsblatt veröffentlicht. Sie trat am 7. Jänner 2025 in Kraft. Die meisten Bestimmungen gelten ab dem 8. Jänner 2026. Wesentliche Neuerungen sind:

  • Neue Definitionen und Anforderungen hinsichtlich Umwelt‑ und Sicherheitsleistung (DoP = Declaration of Performance) von Bauprodukten. Die DoP ist eine verpflichtende Grundlage für jede CE-Kennzeichnung.
  • Einführung eines Digitalen Produktpasses (DPP, Digital Product Passport) für Bauprodukte. Dieser maschinenlesbare DPP bündelt u.a. technische Leistungsdaten (z. B. Wärme-, Schall-, Brandschutz) und Nachhaltigkeitsinformationen (wie Ökobilanzdaten, Recyclingfähigkeit, Wiederverwendbarkeit, Kreislaufwirtschaftsindikatoren).

 

Diese verpflichtend zu veröffentlichenden ökologischen Produktinformationen sind die Grundlage, dass die in der EPBD geforderte Ökobilanzierung von Gebäuden ab 2028/2030 umgesetzt werden kann. Damit werden Produkt-Ökobilanzen auf EPD-Basis auch zu einer bessere Vergleichbarkeit von technisch gleichwertigen Bauprodukten führen und gleichzeitig den dringend erforderlichen Innovations- und Nachfrageimpuls für nachhaltigere, CO2-optimierte Produkte auslösen.

Sanierung Sintstraße Linz

Sanierung Sintstraße Linz

Sanierung Sintstraße Linz

11 bauliche idente Wohngebäude bilden einen Anger, einen gemeinsamen „Dorfplatz“ für alle Bewohner:innen.

Sanierung Sintstraße

Die Schad- und Störstofferkundung wurde 2016 gesetzlich mit der Recycling Baustoff Verordnung verankert. Mittlerweile, fast 10 Jahre später, ist sie in der Mitte der Bauwirtschaft angekommen und wird (oft) umgesetzt. Der Mehrwert ist klar: Nur mit Abtrennung von Schad- und Störstoffen vor Abbruch oder Rückbau kann Kreislaufwirtschaft funktionieren.

Doch die Schadstofferkundung kann noch einen zweiten Mehrwert haben. Vor Ankauf eines Bestandsobjekts eine Schadstoffbegehung zur Erhebung der verbauten Schadstoffe durchführen und damit der Abschätzung der dadurch entstehenden Rückbau- und Entsorgungskosten. So wie es bei Altlasten im Boden seit vielen Jahren üblich ist. So gibt es später keine bösen finanziellen Überraschungen wegen Mehrkosten durch den Rückbau und die Entsorgung von Asbest, Teer/PAK, Holzschutzmittel/Biozide, FCKW, Mineralwolle/KMF, PVC & Co. im Bestandsobjekt.

Diesen vorausschauenden Weg hat die Strabag Real Estate beim Ankauf der etwa 100 Jahren alten Wohngebäude in der Linzer Sintstraße vorbildlich bereits 2019 gewählt. bauXund durfte den Bauträger sowohl bei der Erhebung und Mehrkostenabschätzung durch Gebäudeschadstoffe vor Ankauf als auch später bei der umfassenden Schad- und Störstofferkundung unterstützen. Und durch eine Schadstoff-Rückbaubegleitung den vor der Sanierung erfolgten Schadstoff-Rückbau begleiten. Und heute sind die Bestandsobjekte schadstofffrei und es entsteht derzeit in den alten Mauern neuer Wohnraum...