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Univ. Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Azra Korjenic

„Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen“

Univ. Prof. DI Dr. techn. Azra Korjenic

Univ. Prof. DI Dr. techn. Azra Korjenic © Nini_Tschavoll

Fassadenbegrünung

Fassadenbegrünung, © TU Wien

Menschen im Mittelpunkt

Menschen im Mittelpunkt, © TU Wien

„Öko-Freiland Prüfstand“ © TU Wien

„Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen“

Interview mit Univ.-Prof. DI Dr. Azra Korjenic, Leiterin des Instituts für Werkstofftechnologie, Bauphysik und Bauökologie an der Fakultät für Bau- und Umweltingenieurwesen der TU Wien.

Das Interview führt Dr. Thomas Belazzi, Geschäftsführer der bauXund gmbh.

Belazzi: Bitte um eine kurze Vorstellung.

Korjenic: Ich bin Bauingenieurin und machte meine Dissertation und Habilitation im Bereich Bauphysik, an der TU Wien. Seit Anfang 2019 bin ich Universitätsprofessorin (vorher war ich Associate Professorin) und seit Anfang 2024 auch Institutsleiterin. Das Institut hat drei Abteilungen: Baustofflehre und Werkstofftechnologie mit Univ.-Prof. Agathe Robisson, Bauphysik mit Univ.-Prof. Thomas Bednar und meine Abteilung Ökologische Bautechnologien.

Belazzi: Was sind die Arbeitsschwerpunkte in Ihrem Bereich?

Korjenic: Wir bearbeiten drei Themenbereiche: Einer ist die Gebäudebegrünung, etwa grüne Fassaden, Innenraumbegrünung, Innenhofbegrünung und begrünte Dächer, auch kombiniert mit PV. Der zweite beschäftigt sich mit ökologischen Materialien, deren Entwicklung, dem Einsatz in Konstruktionen sowie technischen Prüfungen. Beispiele für diese Arbeit sind das bereits abgeschlossene Projekt „natuREbuilt“ und das vor kurzen gestartete „natuREnovation“. Der dritte Bereich hat Green und Smart Cities zum Thema. Hier arbeiten wir interdisziplinär und optimieren Straßenzüge und ganze Stadtteile.

Belazzi: Wie funktioniert das konkret?

Korjenic:  Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen. Technisch lässt sich vieles entwickeln, wichtig ist, dass die Lebensqualität der Menschen verbessert wird. Unsere Arbeiten verbinden daher Gebäudebegrünung, ökologische Materialien, konstruktive Lösungen sowie Green- und Smart-City-Ansätze mit dem Ziel, Gebäude und Stadträume klimaresilienter, gesünder und lebenswerter zu gestalten. Sommerliche Überwärmung ist dabei ein zentrales Thema, sowohl im Objekt als auch im Freibereich. Zu beachten sind die Bedürfnisse aller Bevölkerungsgruppen, die etwa für Kinder und Senior:innen unterschiedlich sind. Bauen muss daher nicht nur technisch funktionieren, sondern auch gesund, zugänglich, leistbar und inklusiv sein.

Belazzi: Welche Herausforderungen leiten sich daraus für die Bauwirtschaft ab?

Korjenic: Eine der größten Herausforderungen ist der Umgang mit dem Gebäudebestand. Dieser ist die zentrale Aufgabe, er ist Materiallager und ist zentraler Hebel für Kreislaufwirtschaft, Klimaschutz und Klimawandelanpassung. Wenn wir die Klimaziele erreichen wollen und über CO2-Reduktion reden, dann können wir nicht über Neubau reden, die Sanierung ist das Hauptthema. In der Lehre ist das auch ein sehr wichtiges Thema. Studierende müssen lernen, den Bestand nicht als Einschränkung, sondern als Ressource zu sehen.

Belazzi: Welche Themenstellungen ergeben sich daraus?

Korjenic: Ich sehe ein großes Problem darin, dass sich manche Personengruppen in der Baubranche nicht mit diesen neuen Fragestellungen beschäftigen wollen. Das ist etwa der Einsatz neuer Materialen, die sie noch nicht kennen, ebenso die standardmäßige Umsetzung einer Schadstofferkundung des Bestandsgebäudes vor der Sanierung. Auch das Thema Klimawandelanpassung ist in vielen Köpfen noch nicht wirklich angekommen. Dabei ist letztere eine zentrale Fragestellung, die die langfristige Nutzbarkeit und damit Werthaltigkeit der Immobilie sicherstellt.

Belazzi: Das heißt, die Wissensvermittlung ist zu verbessern?

Korjenic: Wir haben damit echt ein Problem. Das beginnt an HTL-s und auch auf der Universität, wo etwa auf der TU Wien bis heute in den Lehrplänen dieses Wissen in Studien für Bau- und Umweltingenieur:innen sowie Architektur nicht verpflichtend ist. Dies setzt sich fort bei der berufsbegleitenden Fortbildung. Ich bin regelmäßig als Referentin an der zt: akademie, ehemals Arch+Ing Akademie, tätig, insbesondere zu Gebäudebegrünung und ökologischen Bautechnologien. Aber auch dort ist die Teilnahme nicht verpflichtend, man spricht wie auf der Universität zu Interessierten und trifft oft dieselben Personen. Außerhalb dieser relativ kleinen Gruppe landen leider zu wenig oder falsche Informationen. Wie sollen diese Themen in Planung und Bau von Projekten standardmäßig integriert werden, wenn sie zu wenig gekannt werden?

Belazzi: Das ist das Thema der Kommunikation außerhalb der eigenen Blase. Wie kann das Interesse an diesem neuen Wissen geweckt werden?

Korjenic: Innovative Demoprojekte, die gut umgesetzt, gemonitort und dann aktiv kommuniziert werden, sind hier sehr wichtig. Denn sie zeigen, dass diese neuen Baustoffe technisch funktionieren. Bauforschung ist ebenso sehr wichtig. So haben wir etwa im Projekt natuREbuilt einen 25 Jahre alten Schafwoll-Dämmstoff aus einer schadhaften Konstruktion gemessen. Dessen Farbe war etwas anders, aber die Wärmeleitfähigkeit war gleich wie bei neuer Schafwolle. Solche Beispiele aus der Praxis sind sehr wichtig, denn sie zeigen die langfristige Funktionsfähigkeit.

Belazzi: Ist das Kostenthema ein weiterer Hemmschuh für das ökologische Bauen?

Korjenic: Es ist die Kostenbetrachtung gleichzeitig Herausforderung und Hemmnis. Fast alle Lösungen werden isoliert nach Investitionskosten beurteilt, was falsch ist. Lebenszykluskosten, Rückbau- und Entsorgungskosten, Langlebigkeit, um nur einige Themen zu nennen, werden viel zu wenig bis gar nicht mitbeachtet. Wenn man diese mitdenkt, dann haben wir kein Kostenthema mit dem ökologischen Bauen.

Belazzi: Rückbau- und Entsorgungskosten waren aus meiner Erfahrung in der Planung noch nie am Radar der Projektentwickler und Bauherrn. Wir sehen das als Schadstofferkunder jeden Tag. Baustoffe, die etwa Asbest, Schwermetalle, PVC oder FCKW enthalten, sind oft extrem teuer rückzubauen und zu entsorgen. Diese Kosten liegen oft weit über den Anschaffungskosten dieser Baustoffe, mindern den aktuellen Gebäudewert und belasten das Sanierungsbudget signifikant.

Was tut die Gesetzgebung, um die notwendigen Veränderungen zu beschleunigen? Wird das nachhaltige Bauen etwa durch EU Green Deal gefördert?

Korjenic: Gesetzliche Rahmenbedingungen sind wichtig für diese Veränderung. Im Zuge der Umsetzung der EU-Gebäuderichtlinie und der Green-Deal-Ziele wird die neue OIB-Richtlinie 7 relevant. Dort soll etwa geregelt werden, dass das Treibhauspotenzial von Gebäuden über den Lebenszyklus künftig verpflichtend im Energieausweis ausgewiesen wird. Ab 2028 ist dies zunächst für neue Gebäude über 1.000 m² Nutzfläche vorgesehen, ab 2030 für alle neuen Gebäude. Die Programme für die Energieausweis-Berechnung müssen diese Anforderungen daher rechtzeitig integrieren. Damit werden die grauen Emissionen der eingesetzten Baustoffe und Bauteile, ihr CO₂-Rucksack, wenn man es so ausdrücken will, verpflichtend sichtbar gemacht. Das wird die notwendige Veränderung unterstützen.

So bekommen dann auch die Planenden ein Gefühl, welche Baustoffe und Bauteile welche CO2-Emissionen in der Produktion und über den Lebenszyklus verursachen. Und so kann darauf aufbauend optimiert werden, so wie es früher mit U-Werten von Bauteilen gemacht wurde.

Belazzi: Erfreulich ist, dass das Thema bei vielen Baustoffherstellern bereits angekommen ist. Seit ein bis zwei Jahren gibt es viel mehr innovative, CO2-reduzierte Bauprodukte mit Ökobilanzberechnungen mittels EPDs.

Korjenic: Genau. Aber Probleme haben kleine Hersteller, weil Prüfungen und Berechnungen teuer sind. Hier fehlt es aus meiner Sicht an staatlicher Unterstützung für diese kleinen, regionalen Hersteller. Denn diese sind oft sehr innovativ, diese dürfen wir nicht verlieren.

Belazzi: Wenn Sie einen Wunsch zum besprochenen Thema an die Fee hätten, der sicher in Erfüllung geht, was wäre dieser?

Korjenic: Ich wünsche mir, dass beim Planen und Bauen die Lebenszykluskosten betrachtet werden, nicht nur Investitionskosten. Es muss die Minimierung des Ressourceneinsatzes beachtet werden, um die Umweltwirkungen zu verringern, schadstofffreie Bauteile sind bei hoher Qualität an zukünftige Klimabedingungen anzupassen. Ziel ist ein ganzheitliches Verständnis von Bauqualität, das ökologische Verantwortung, technische Dauerhaftigkeit, wirtschaftliche Tragfähigkeit, gestalterische Angemessenheit und soziale Verträglichkeit als gleichwertige und miteinander verbundene Grundlagen zukunftsfähigen Bauens begreift. Wir bauen für Menschen und diese sollen im Mittelpunkt stehen.

Wien, im Juni  2026

v.l.n.r.: C. Raab (ARWAG), Wohnbaustadrätin E. Hanel-Torsch, T. Drozda (ARWAG), BV-Stellvertr. J. Fischer, Gregor Puscher (GF wohnfonds_wien)

Die Wohnbäume der Arwag

Spatenstich WohnBAUM Orasteig ©ARWAG/Alissar Najjar

Spatenstich WohnBAUM Orasteig ©ARWAG/Alissar Najjar

Bauplatz WohnBAUM Orasteig

Bauplatz WohnBAUM Orasteig

Die Wohnbäume der Arwag

Das 1. Wiener WohnBAUMProgramm wurde von der Stadt Wien im Jahr 2022 ins Leben gerufen, um leistbaren Wohnraum, hohe architektonische Qualität und ökologische Verantwortung durch hohen Holzanteil miteinander zu verbinden. In einem einstufigen Bauträgerwettbewerb konnte sich die
ARWAG im Jahr 2022 mit ihren Konzepten für drei Liegenschaften im 21. und 22. Wiener Gemeindebezirk erfolgreich durchsetzen. bauXund wurde von der ARWAG mit der Nachweisführung für die Konformität mit den Vorgaben der EU-Taxonomie-Verordnung beauftragt, die für alle drei Projekte umgesetzt werden soll.

„Die drei Arwag WohnBAUM-Projekte werden wertvolle Erkenntnisse für den zukünftigen geförderten Wohnbau in Wien liefern, um Wien am Weg zu Klimafitness voranzubringen“, sagt bauXund-Taxonomie-Auditor Michael Kopp MSc. „Die Prüfung der drei Wohnprojekte nach den EU-Taxonomie-Kriterien wie Klimaschutz, Klimawandelanpassung und Schadstoffvermeidung wird eine spannende Aufgabe sein“, schließt Kopp.

Die Arwag realisiert die drei Wohnbauprojekte am Orasteig / Edi-Finger-Straße 7a (Wien 21), in der Aspernstraße 84 sowie am Naufahrtweg 16 (beide Wien 22). Insgesamt entstehen 70 geförderte Wohneinheiten mit einer Wohnnutzfläche von rund 5.000 Quadratmetern. Ergänzend werden am Standort Naufahrtweg zwei geförderte Wohneinheiten für betreute Kinder- und Jugendwohngruppen mit insgesamt 521 Quadratmetern Nutzfläche realisiert.

Das Holzbaukonzept wurde von der ARGE der Architekten GERNER GERNER PLUS und AllesWirdGut entwickelt. Die drei Liegenschaften werden dasselbe Baukonzept verwendet, jeweils individuell auf den Bauplatz abgestimmt.

„Das Ziel, nachhaltigen Wohnraum zu schaffen, der den CO2-Fußabdruck der Baustoffe durch Holzbau reduziert und trotzdem leistbar bleibt, ist das Alleinstellungsmerkmal der drei Arwag Wohnbäume. Wir von bauXund freuen uns auf die nun beginnende Bauphase, wo die geplante Wohnbäume in der Realität nun zu wachsen beginnen“, schließt Michael Kopp.

Silo zertifiziert

Silo zertifiziert

Silo zertifiziert

Silo zertifiziert

Silo zertifiziert

Silo zertifiziert

Silo zertifiziert

Im 23. Wiener Gemeindebezirk an der Adresse Lemböckgasse 59 wurde der dritte Bauteil des Bürokomplexes Silo Offices errichtet. Mit dem Projekt Silo Next schließt sich der Campus Silo Offices. Als letzter Bauteil bietet Silo Next auf ca. 12.600 m² BGF wieder moderne Büroflächen mit DGNB-Gold Zertifikat und erfüllt weiters die EU-Taxonomie-Kriterien. Der Bauherr des Silo Next ist die Strabag Real Estate GmbH.

„Wir freuen uns, bei diesem großen Büroprojekt für den Bauherrn Strabag Real Estate das DGNB Gold Audit umsetzen zu dürfen. Ein Ziel, dass mittlerweile durch die Ausstellung des DGNB-Endzertifikats durch die ÖGNI vor wenigen Wochen erreicht wurde,“ stellt bauXund-Auditor Dr. Edwin Harrer fest. „Ergänzend wurden wir auch mit der Koordination der Erfüllung der EU-Taxonomie-Kriterien beauftragt. So wie beim DGNB-Audit haben wir auch hier allen erforderlichen Fachplanungsleistungen wie Ökobilanzierung, Bauökologie, Klimarisikoanalyse und Rückbaukonzept selbst erbracht.

Mit dem Projekt Silo Next schließt sich der dreiteilige Campus Silo Offices. Als letzter Bauteil wurde das Silo Next in südlicher Angrenzung zum Silo Plus errichtet. Es bietet, wie die anderen beiden Silos, wieder moderne, flexible Büroflächen mit nachhaltiger Gebäudetechnik und zertifizierten Gebäudequalitäten.

2012 begleiteten wir damals den Bauherrn Immorent als Bauökologie-Konsulentin bei der ersten Baustufe des Silo Campus“, sagt bauXund-Geschäftsführer Dr. Thomas Belazzi. „Nun schließt sich mit dem Silo Next und den beiden durchgeführten Audits für uns nach fast 15 Jahren die Silo-Projektbearbeitung.“

 

>> download DGNB Zertifikat Silo Next

Otto Möbes Akademie

Schadstofferkundung in der Otto Möbes Akademie

Außenansicht

Otto Möbes Akademie

Otto Möbes Akademie

Otto Möbes Akademie

Schadstofferkundung in der Otto Möbes Akademie

Im Stiftingtal, am östlichen Stadtrand von Graz, liegt die Otto-Möbes-Akademie der Arbeiterkammer Steiermark. Diese, benannt nach dem ersten steirischen AK-Präsidenten Otto Möbes, ist ein Aus- und Weiterbildungszentrum für Erwachsenenbildung. bauXund wurde vom Bauherrn mit einer Schad- und Störstofferkundung und der Schadstoff-Rückbaubegleitung vor den geplanten Umbau- und Modernisierungsarbeiten beauftragt.

„Die Otto-Möbes-Akademie besteht aus drei miteinander verbundenen Bauteilen auf etwa 4.600 m² BGF. Da die AK dieses Schulungszentrum seit 1949 betreibt und seit damals mehrmals um- und ausgebaut hat, war eine umfassende Schad- und Störstofferkundung umso wichtiger“, stellt bauXund-Projektleiter Dr. Edwin Harrer fest. „Die Erkundungsergebnisse waren damit Grundlage für die weitere Planung und Ausschreibung und lieferten damit die stabile Basis für die zu erwartenden Rückbau- und Entsorgungskosten und für die Erstellung des Bauzeitenplans.“

Auch für das Weiter- und Wiederverwertungspotenzial lieferte die Schadstofferkundung wichtige Informationen. Bei diesem Projekt war sie Ausgangspunkt für das Social Urban Mining Kreislaufwirtschaftskonzept, das BauKarussell im Auftrag des Bauherrn erstellte. Dieses wurde nach dem Ende des Schulungsbetriebs ab Jänner 2026 operativ von BauKarussell mit dem bfi Steiermark umgesetzt. Parallel dazu konnten Interessent:innen für die zur Verfügung stehenden Re-Use Bauteile und Produkte das Gebäude besichtigen und durch fachlich befugte Dritte demontieren lassen. Der Parkettboden im Speisesaal, die Großküchen-Ausstattung, Holz-Alu-Fenster, Türportale, Außengeländer, Vordächer, Holz-Terrassenböden, Sportgeräte und sogar eine Sauna konnten erfolgreich ins Re-Use vermittelt werden.  Über 32.000 Kilogramm konnten zur Wiederverwendung an Dritte vermittelt und durch den Re-Use Verkauf über 37.000 Euro an Erlösen generiert werden, die direkt zurück ins Projekt flossen. Insgesamt wurden 80 Tonnen Baustoffe von BauKarussell bewegt. Mit diesen Rückbauarbeiten wurden 1500 Stunden Qualifizierung und Beschäftigung für acht Personen geschaffen, die damit unterstützt wurden, bessere Chancen für einen Wiedereinstieg am Arbeitsmarkt zu bekommen.

„Die enge Abstimmung der Leistungen von bauXund als Schadstofferkunder mit der Social Urban Mining Genossenschaft BauKarussell, deren Mitglied bauXund seit der Gründung ist, ist das perfekte Beispiel, wie unterschiedliche Themenstellungen von Kreislaufwirtschaft miteinander verknüpft werden können,“ freut sich bauXund-Geschäftsführer Dr. Thomas Belazzi. „Damit entstanden praxisnah sowohl ein Mehrwert für die Umwelt als auch Erlöse durch den Re-Use-Verkauf für den Bauherrn AK Steiermark sowie der soziale Arbeitsmarktaspekt für acht Personen.“

Dr. Thomas Belazzi

FACHBUCH: Zukunftsfähig sanieren – von der Planung bis zur Umsetzung

Dr. Thomas Belazzi

Dr. Thomas Belazzi

FACHBUCH: Zukunftsfähig sanieren

FACHBUCH: Zukunftsfähig sanieren – von der Planung bis zur Umsetzung

Im Linde Verlag ist im Frühjahr 2026 ein Fachbuch[1] zur Nachhaltigen Gebäudesanierung erschienen, das sich an Eigentümer:innen, Investor:innen und Hausverwaltungen genauso richtet wie Architekt:innen und Fachplaner:innen. Auf 286 Seiten finden sich Grundlagen für bessere Entscheidungen und Realisierungen von Sanierungen.

„Die Sanierung ist die Königsdisziplin des Bauens. Denn hier muss einerseits der Bestand genau analysiert und verstanden werden und andererseits mit Kreativität, Innovation und genauer Marktkenntnis die Immobilie für weitere 30 Jahre für die zukünftigen Nutzer:innen interdisziplinär weiterentwickelt werden“, stellt bauXund Geschäftsführer Dr. Thomas Belazzi, einer der Autoren des Buches, fest. „ Unser neues Buch zur nachhaltigen Gebäudesanierung soll dazu wichtige technische und ökologische Anregungen geben, auch die wichtigen juristischen Fragestellungen werden ausgiebig besprochen.“

Gebäude begleiten uns über viele Jahrzehnte. Neben Betrieb und Instandhaltung stellt die langfristige Werterhaltung eine besondere Herausforderung dar. Eine Gebäudesanierung ist notwendig, wenn Sicherheit, Energieversorgung und daraus resultierende hohe Betriebskosten, Klimaschutz, Klimaresilienz, Gesundheit oder gestiegene Komfortansprüche Maßnahmen erfordern.

In einem kompakten und praxisorientierten Überblick zeigt das Buch die aktuellen Anforderungen auf und beschreibt Lösungen zur erfolgreichen Umsetzung:

  • Blick auf Prozess, Entscheidungsstrukturen und Finanzierung
  • Rechtliche Rahmenbedingungen
  • Energieeffizienz
  • Bauökologie: Wirkung von Bauprodukten und Komponenten auf Gesundheit und Umwelt
  • Erneuerbare Energien für die Wärme- und Kältebereitstellung

Gelungene Beispiele aus der Praxis legen dar, dass nachhaltige Sanierungen technisch, wirtschaftlich und organisatorisch gut realisierbar sind.

Die Autor:innen des Buches decken mit viel Praxiserfahrungen die Breite der Sanierungsthemen von Bauphysik, Energieeffizienz und Gebäudetechnik über Bauökologie und Projektmanagement bis zum Wohn- und Immobilienrecht ab.

Die Autor:innen sind neben Herausgeber Bmstr. DI Helmut Schöberl in alfabetischer Reihenfolge Dr. Thomas Belazzi, DI Johannes Fechner, Mag. Christian Otto Maier, DI Alina Peischl, DI Martin Ploß und Ing. Anita Preisler MSc.

Das Inhaltsverzeichnis ist hier einzusehen, eine Leseprobe hier.

Das Buch ist beim Linde Verlag erhältlich.

[1] Nachhaltige Gebäudesanierung; Anforderungen, Planung und Umsetzung zukunftsfähiger Sanierungen: Helmut Schöberl (Hrsg). Linde Verlag 2026, 286 Seiten, ISBN 978-3-7073-5370-9

FACHBUCH: Zukunftsfähig sanieren – von der Planung bis zur Umsetzung

FACHBUCH: Zukunftsfähig sanieren – von der Planung bis zur Umsetzung

Dr. Thomas Belazzi

FACHBUCH: Zukunftsfähig sanieren

FACHBUCH: Zukunftsfähig sanieren – von der Planung bis zur Umsetzung

Im Linde Verlag ist im Frühjahr 2026 ein Fachbuch[1] zur Nachhaltigen Gebäudesanierung erschienen, das sich an Eigentümer:innen, Investor:innen und Hausverwaltungen genauso richtet wie Architekt:innen und Fachplaner:innen. Auf 286 Seiten finden sich Grundlagen für bessere Entscheidungen und Realisierungen von Sanierungen.

„Die Sanierung ist die Königsdisziplin des Bauens. Denn hier muss einerseits der Bestand genau analysiert und verstanden werden und andererseits mit Kreativität, Innovation und genauer Marktkenntnis die Immobilie für weitere 30 Jahre für die zukünftigen Nutzer:innen interdisziplinär weiterentwickelt werden“, stellt bauXund Geschäftsführer Dr. Thomas Belazzi, einer der Autoren des Buches, fest. „ Unser neues Buch zur nachhaltigen Gebäudesanierung soll dazu wichtige technische und ökologische Anregungen geben, auch die wichtigen juristischen Fragestellungen werden ausgiebig besprochen.“

Gebäude begleiten uns über viele Jahrzehnte. Neben Betrieb und Instandhaltung stellt die langfristige Werterhaltung eine besondere Herausforderung dar. Eine Gebäudesanierung ist notwendig, wenn Sicherheit, Energieversorgung und daraus resultierende hohe Betriebskosten, Klimaschutz, Klimaresilienz, Gesundheit oder gestiegene Komfortansprüche Maßnahmen erfordern.

In einem kompakten und praxisorientierten Überblick zeigt das Buch die aktuellen Anforderungen auf und beschreibt Lösungen zur erfolgreichen Umsetzung:

  • Blick auf Prozess, Entscheidungsstrukturen und Finanzierung
  • Rechtliche Rahmenbedingungen
  • Energieeffizienz
  • Bauökologie: Wirkung von Bauprodukten und Komponenten auf Gesundheit und Umwelt
  • Erneuerbare Energien für die Wärme- und Kältebereitstellung

Gelungene Beispiele aus der Praxis legen dar, dass nachhaltige Sanierungen technisch, wirtschaftlich und organisatorisch gut realisierbar sind.

Die Autor:innen des Buches decken mit viel Praxiserfahrungen die Breite der Sanierungsthemen von Bauphysik, Energieeffizienz und Gebäudetechnik über Bauökologie und Projektmanagement bis zum Wohn- und Immobilienrecht ab.

Die Autor:innen sind neben Herausgeber Bmstr. DI Helmut Schöberl in alfabetischer Reihenfolge Dr. Thomas Belazzi, DI Johannes Fechner, Mag. Christian Otto Maier, DI Alina Peischl, DI Martin Ploß und Ing. Anita Preisler MSc.

Das Inhaltsverzeichnis ist hier einzusehen, eine Leseprobe hier.

Das Buch ist beim Linde Verlag erhältlich.

[1] Nachhaltige Gebäudesanierung; Anforderungen, Planung und Umsetzung zukunftsfähiger Sanierungen: Helmut Schöberl (Hrsg). Linde Verlag 2026, 286 Seiten, ISBN 978-3-7073-5370-9

Hausfeld, Bauplatz M3

bauXund im Quartier „Oberes Hausfeld“

Oberes Hausfeld

Hausfeld, Bauplatz M3 © KIBB Immobilien GmbH

Wohnprojekt Hausfeld Bpl. F2

Hausfeld Bpl. F2 © Schreinerkastler

bauXund im Quartier „Oberes Hausfeld“

Im 22. Wiener Bezirk entsteht im Stadtentwicklungsgebiet „Oberes Hausfeld“ ein neues urbanes und autofreies Quartier entlang der U-Bahnlinie U2. Auf dem 26 ha großen Areal in Wien-Donaustadt wurde in einem dialogorientierten Verfahren der Flächenwidmungs- und Bebauungsplan entwickelt. In drei Bauphasen von 2024 bis 2030 sollen in Summe 3.000 Wohnungen auf 39 Bauplätzen errichtet werden.

bauXund hat bisher in diesem Quartier von fünf Bauträgern auf zehn Bauplätzen Aufträge für die bauökologische Begleitung durch ein Produkt- und Chemikalienmanagement erhalten. Diese Bauträger sind KIBB, Wiener Heim, GSG, Erste ÖSW und Heimbau. Insgesamt etwa 1.200 Wohneinheiten werden so bauökologisch begleitet. Zusätzlich ist bauXund bei etwa 400 Wohneinheiten und vier Bauplätzen mit der Koordination einer klimaaktiv Zertifizierung beauftragt.

„bauXund führt seit 25 Jahren mit dem von uns entwickelten Produkt- und Chemikalienmanagement bauökologische Begleitungen zur Sicherstellung einer guten Raumluftqualität im Wiener Wohnbau durch,“ sagt bauXund Geschäftsführer Dr. Thomas Belazzi. „Wie bei den derzeit in Bau befindlichen Quartieren „An der Schanze“ und „Meischlgasse“ haben wir nun auch bei Quartier „Oberes Hausfeld“ für etwa 1.200 Wohneinheiten Aufträge für die Prüfung und Sicherstellung der bauökologischen Qualität bekommen,“ freut sich bauXund-Geschäftsführer Dr. Thomas Belazzi. „Das ist für uns erneut ein sehr großer Vertrauensbeweis.“

Wohnpark Alterlaa

Wärmewende im Wohnpark Alterlaa begleitet

Außenansicht Wohnpark Alterlaa

Außenansicht Wohnpark

Modell des Wohnparks

Modell des Wohnparks

Garage zeigt riesige Dimension des Wohnparks

Garage zeigt riesige Dimension des Wohnparks

Über 40 Haustechnikräume wurden erkundet

Über 40 Haustechnikräume wurden erkundet

Wärmewende im Wohnpark Alterlaa begleitet

Der Wohnpark Alterlaa ist mit etwa 3.200 Wohnungen und 287.000 m² Wohnnutzfläche eine der größten Wohnanlagen Österreichs. Nun soll deren CO2-Bilanz signifikant verbessert werden. Einerseits sollen Energieeffizienz-Maßnahmen wie die thermische Verbesserung der Gebäudehülle und haustechnische Optimierungen umgesetzt werden, andererseits heißt es „Raus aus Gas“. Derzeit wird der Wohnpark und der angeschlossene Kaufpark mit Gas beheizt, etwa 12.000 t CO2 jährlich entstehen bei der Energieversorgung aller Flächen. Nun soll diese schrittweise auf Geothermie und Wärmepumpen umgestellt werden.

bauXund ist bei diesem mehrjährigen Sanierungsprojekt als Schadstofferkunder vom Bauherrn AEAG, einer Tochtergesellschaft der Gesiba, beauftragt. In Vorbereitung der Ausschreibung wurden die Bereiche der geplanten Maßnahmen begangen, um eventuell in den 1970er Jahren verbaute und heute noch in Verwendung befindliche Schadstoffe bei haustechnischen Anlagen und an der Gebäudehülle zu identifizieren.

„Der Wohnpark Alterlaa ist eine Ikone einer funktionierenden Satellitenstadt der 1970er Jahre,“ sagt bauXund-Geschäftsführer Dr. Thomas Belazzi, der auch als Schadstofferkunder vor Ort tätig war. „Für bauXund war dies ein besonderer Auftrag beizutragen, dass dieses große Wohnprojekt auch aus Klimaschutzgründen ein Vorzeigeprojekt der dringend erforderlichen energetischen Transformation wird. Die von uns durchgeführte Schadstofferkundung der mehr als 40 Haustechnikzentralen des Wohnparks Alterlaa zeigt die Dimension der Aufgabe mehr als deutlich.“

Der Wohnpark Alterlaa besteht aus drei 400 m langen Gebäudezeilen, die jeweils 23 bzw. 27 Stockwerken hoch sind. Die untersten beiden Ebenen sind Sockelgeschoße, die alle Gebäude miteinander verbinden, in der die Parkplätze situiert sind und über die auch die Ver- und Entsorgung aller Gebäude verläuft.

Die geplante Wärmewende des Wohnpark Alterlaa wurde auch wissenschaftlich durch FFG-finanzierte Forschungsprojekte (etwa: „Decarb Alt Erlaa“) unterstützt, um die verfügbaren Potenziale in einer so großen Wohnhausanlage detailliert zu untersuchen und anschließend diese Erkenntnisse für die Decarbonisierung anderer großer Wohnprojekte zu klimaneutralen Quartieren verfügbar zu machen.

Sanierung Minoritenplatz

Klimaaktives Innenministerium

Sanierung Minoritenplatz

Sanierung Minoritenplatz

Container am Minoritenplatz

Container am Minoritenplatz

Sanierung Minoritenplatz

Klimaaktives Innenministerium

Nach fast 40 Jahren Nutzung wird Bundesamtsgebäude (BAG) Minoritenplatz des Bundesministeriums für Inneres nun generalsaniert. Im Zuge dieses Bauvorhabens werden im Gebäude alle Büroflächen für die über 700 Bediensteten neu gestaltet sowie auch das Bundeslagezentrum und eine Polizeiinspektion eingerichtet. Die Generalsanierung umfasst etwa 26.000 Quadratmeter und beinhaltet auch eine thermische Sanierung der Gebäudehülle, bei der u. a. 1.000 Fenster neu eingebaut werden. Auftraggeberin ist die Austrian Real Estate (ARE).

bauXund ist mit der klimaaktiv „Gold“ Zertifizierung und der EU-Taxonomie-Bewertung sowie allen damit verbundenen Fachplanungsleistungen wie Ökobilanzierung, Chemikalien- und Produktmanagement, Klimarisikoanalyse, Rückbaukonzept etc. beauftragt,“ sagt bauXund-Projektleiter Dipl.-Ing. Lukas Wukits. „Zusätzlich koordinieren wir die Umsetzung der anspruchsvollen bauökologischen Kriterien für nachhaltige Beschaffung „naBe“ der öffentlichen Beschaffung.“

Das 1986 errichtete Objekt mit seiner Anschrift Minoritenplatz 9 liegt im Herzen der Stadt und auch der Republik. Die Nachbargebäude des Innenministeriums sind das Bundeskanzleramt und die Hofburg mit dem Sitz des Bundespräsidenten. Weiters liegt es neben der denkmalgeschützten gotischen Minoritenkirche.

Seit Baubeginn im Mai 2025 wurde das Gebäude entkernt und auf den Rohbauzustand aus 1986 zurückgeführt. Es blieb nur das tragende Gebäudeskelett. Die Fertigstellung und damit die Wiederaufnahme der Gebäudenutzung ist für Ende 2028 geplant.

„Wir freuen uns bei diesem Leuchtturm-Sanierungsprojekt im Herzen Wiens mit der Koordination der anspruchsvollen Nachhaltigkeitsziele beauftragt worden zu sein,“ freut sich bauXund-Geschäftsführer Dr. Thomas Belazzi.